Donnerstag, 19. Januar 2012
Mittwoch, 11. Januar 2012
Dienstag, 10. Januar 2012
Brechende Neuigkeiten – Cantona für Président
Klaro, man könnte jetzt locker Anspielungen auf die derzeitige Krise um das ähnliche lautende Amt in Deutschland (Prääsident) machen, aber mal ganz ehrlich: Hat Deutschland jemals so einen Fußballer gehabt wie Cantona? – Und jetzt möge niemand mit Günther Netzer kommen!
Wie heute bekannt wurde, will Eric Cantona zur Wahl des französischen Präsidenten in diesem Jahr kandidieren – gab es jemals einen besseren Grund, sich um die französische Staatsbürgerschaft zu bemühen, hä? Nee!
Natürlich ist „King Eric“ in Bezug auf seine Erfolgsaussichten realistisch; ihm geht es vor allem darum, für die Stiftung des Abbé Pierre zu werben und Geld für die gute Sache zu sammeln. Aber so war Eric Cantona schon immer, und wenn es nur darum ging, dass bestimmte Leute einfach mal die Fresse halten.
Freitag, 6. Januar 2012
So wird 2012, vermutlich
Da nun die ersten Tage des neuen Jahres bereits ins Land gegangen sind, hat sich das Autorenkollektiv von tribuenenbrand.de dazu entschlossen, eine kleine Jahresvorschau zu wagen (was ja nicht sonderlich schwerfällt, wenn man die Zeichen zu deuten weiß):
Im Rücken der Occupy-Bewegung kommt es in Europa zu einer sogenannten konservativen Revolution/Putsch: José „the special one“ Mourinho löst seinen Landsmann Barroso als Präsident der EU-Kommission ab. Neues Motto in Zeiten der Krise: winning dirty. Der Schlachtruf: „Por qué? Por qué?“ Mourinhos erste Amtshandlung: Verbot des FC Barcelona, EU-weite Verfolgung der Anhänger. Schiri Wolfgang Stark und Ex-Schiri Anders Frisk müssen untertauchen.
Der F.C. Bayern München gewinnt die Champions League am grünen Tisch – der FC Barcelona schaffte es nicht, zum Finale anzureisen, da plötzlich in ganz Europa (außer Norwegen) der Sprit alle ist. Barca legt Einspruch ein, die UEFA bleibt hart. Bayern-Kapitän stemmt den Pokal in der kerzenbeleuchteten Allianz-Arena in die Höhe.
Jogi Löw wird Trainer bei Real Madrid.
Peter Neururer wird Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff Bundespräsident.
Die Piratenpartei startet eine bundesweite Kampagne gegen den rückständigen „analogen Fußball“.
Überwältigender Erfolg der Bewegung „Pyrotechnik in die Parlamente“ – per Volksentscheid kommt es zur Zulassung von Begalos u. ä. im Bundestag und den Länderparlamenten; erste Ultra-Gruppen innerhalb der Parteifraktionen bilden sich und fallen durch ausgefallene Choreographien während der Debatten auf.
Mittwoch, 30. November 2011
Sonntag, 27. November 2011
November Rain(…ing Blood)

Er war nicht nur der Spieler, der die 500er Marke in der Premier League als Erster knackte; er war einer der Männer an Eric Cantonas Seite, als Leeds United 1992 die Meisterschaft gewann; er stammte aus dem sympathischen Heimatland von Dylan Thomas und Catherine Zeta-Jones; er trug einen Namen, der in vielerlei Hinsicht begeisterte: Gary Speed, amtierender Nationaltrainer von Wales, wurde an diesem Sonntag in seinem Haus in Huntington bei Chester tot aufgefunden, vermutlich hat er sich erhängt. – Wir hoffen, dass Heinrich von Kleist und all die anderen, die unverstandener- und sinnloserweise ihrem Leben im November ein Ende setzten, ihn irgendwo gebührend und tröstend in Empfang nehmen. Mach’s jut, Gary!
(Bildquelle: faz.net)
Freitag, 18. November 2011
Donnerstag, 13. Oktober 2011
Fast-Südligenbericht mit und über Catherine Zeta-Bohlen

Am Montag dieser Woche begann in Barcelona der Prozess gegen den Ex-Clubpräsidenten, Joan Laporta, den ehemaligen JFK des europäischen Spitzenfußballs. Dabei geht es um die von Laporta und seiner Führungsmannschaft verprassten Millionen (Höchstschätzung: 80 in sieben Jahren!), Stichwort: Champagner-Flat. Besonders hellhörig wurde unsere Gerichtsreporterin und Hotelkritikerin bzw. Gerichtskritikerin und Hotelreporterin, als es um einen viertägigen Aufenthalt der Mannschaft in Seattle während ihrer US-Tour ging, bei dem Laporta eine Hotelsuite bezog, die insgesamt 20000 Dollar gekostet haben soll, wohingegen der gesamte Kader für 19253 Dollar unterkam.
Laporta will nun seinerseits den neuen Präsidenten verklagen, Sandro Rossell, mit dem zusammen er 2003 die Präsidentenwahl gewonnen und den Club umgekrempelt hatte. Mittlerweile verbindet beide eine innige Männerfeindschaft, und die Zivilgerichte der katalanischen Metropole haben viel Arbeit. Laportas Anhänger versuchten Rossell ans Bein zu pinkeln, indem sie den neuen Trikotsponsorenvertrag mit der Qatar Foundation ob seiner Rechtmäßigkeit infrage stellten (die Mitglieder wurden erst nach Vertragsunterzeichnung zur Abstimmung gebeten). Ein Rossell-Anhänger wiederum verklagte Laporta und verlangte die Pfändung von dessen Privatvermögen. Allerdings wurde der Antrag zurückgezogen, da Trainer Pep Guardiola darum bat. Bei diesen spätrömischen Zuständen wird sein nächster Bandscheibenvorfall wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Was sagt uns das? Nicht viel. Nur: dass es weitergeht.
Und dass es schwierig zu sein scheint, in Ruhe seine Arbeit zu machen. Dabei geistert dem guten Guardiola natürlich ein Gedanke Thomas Bernhards im Kopf herum: „Das Problem ist immer, mit der Arbeit fertig zu werden, in dem Gedanken, nie und mit nichts fertig zu werden …, es ist die Frage: weiter, rücksichtslos weiter, oder aufhören, schlussmachen … es ist die Frage des Zweifels, des Misstrauens und der Ungeduld.“



