Freitag, 10. Oktober 2008

Der Südligenbericht von Catherine Zeta-Bohlen

Beim Zusammenhang zwischen Nobel-Prize und Fußball scheint es noch offene Fragen zu geben

Vor kurzem: Also da gewinnt Barca gegen Atletico Madrid so unglaublich rasant, dass ich fast beim Mitzählen der Tore durcheinander kam, weil ich mich grad aufs Zählen der Kurzpässe konzentrierte, da wurde mir klar: Also, wenn’s so läuft, dann kriegt dieses Jahr Cormac McCarthy den Nobel-Prize für Literatur, muss so sein, allein auf Grund des Messi-Tores, als er denn Ball bei einem Freistoß einfach aufs Tor zwirbelte, während Atleticos Neu-Keeper Coupet noch seine Mauer ordnete aber der Ball schon vom Schiri freigegeben war – McCarthy, keine Frage. Man muss die Zeichen zu deuten wissen. (Da ja außerdem am gleichen Wochenende Ibrahimovic dieses sensationelle Tor mit der Hacke erzielte, nicht wahr.) Allein weil dieser Herr Professor Dingsbums von dieser schwedischen Akademie, die die Nobelpreise vergibt, so finster antiamerikanisch vom Leder gezogen hatte … allein schon deswegen. Aber dann brach sich Robert Enke im Training die Hand, bzw. einen Knochen da drin, und ich dachte (genau, jeder kommt da drauf … Enke war ja mal bei Barca Torhüter, versteht ihr, verstehen Sie?), nee, dann doch wer anders. Schade, schade, aber wenigstens wird’s dann wohl der Javier Marías machen, das Rennen um den Nobel-Prize. Doch dann fiel mir ein: Javier Marías, Spanier, Spanien, EM-Titel – da wurde dieses Jahr schon genug gewonnen … Hat also alles nicht so hingehauen und nun müssen wir alle mehr (noch mehr) lesen, um die Zeichen der Zeit nie wieder falsch zu deuten.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

großartiger text. danke catherine. danke tribünenbrand.