Sonntag, 15. Februar 2009

Der Südligenbericht von Catherine Zeta-Bohlen

Wenn das Darwin noch erleben dürfte, Mensch!

Nein, nein, Fußball is not coming home, Charles, sondern: Der Evolutionstheoretiker von heute horcht bei folgender Aussage von Pep Guardiola (Trainer FC Barcelona) über Lionel Messi auf: „Er ist der einzige Fußballer, der mit Ball schneller läuft als ohne.“ Eine Sache, die das französische Publikum am Mittwoch beim Länderspiel Frankreich-Argentinien bestaunen konnte und die in uns die merkwürdigsten Bilder hervorruft. Was hat das denn zu bedeuten? Ein Auto, das ohne Sprit schneller fährt als mit? Dumme, die mehr wissen als Kluge? Frauen, die einen tolleren Penis haben als Männer? Essen ohne Scheißen? Prügel ohne Schmerzen? – Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Wir feiern ja nicht nur den 200. Geburtstag Darwins, sondern auch den 20. Todestag des Verhaltensforschers und Graugänsepapis Konrad Lorenz, und der warnte ja immer vor der sogenannten Verhausschweinung des Menschen. Und diese wird, wie es scheint und hier durch Messi bestätigt wurde, immer mal wieder durch plötzliche Mutationen unterbrochen bzw. in vollkommen andere Bahnen gelenkt. Liebe Kreationisten, da müsst ihr euch warm anziehen, auch wenn Barca am Sonnabend bei Betis Sevilla nur 2:2 gespielt hat, mit Messi als Einwechselspieler.
Folgende Einwände sind jetzt sicher angebracht:
1. Warum muss es denn hier schon wieder um Messi gehen und nicht zum Beispiel um Simon Rolfes? Hm.
2. Ey, mal ’ne kurze Frage. Wären hier nicht eigentlich ein paar Links, Darwin, Lorenz, Rolfes usw., angebracht? Nee, nee, die Krise, Leute, den Gürtel enger schnallen, den Informationsfluss auch.

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