Dienstag, 18. Mai 2010

Der Südligenbericht von Catherine Zeta-Bohlen


One-Way-Ticket nach Madrid? 

Nachdem sich neben Benfica Lissabon, Olympique Marseille und dem FC Barcelona auch Inter Mailand über eine weitere Meisterschaft im Süden freuen durfte, tauchten bereits bei den Meisterschaftsfeierlichkeiten in der lombardischen Hauptstadt erste Fragen, José "the special one" Mourinho betreffend, auf. Denn dieser glänzte nämlich durch Abwesenheit bei der Party und hatte zuvor seinen Wunsch geäußert, möglichst bald einmal Real Madrid zu trainieren (bei Inter fühlte er sich ja nie so wohl). 
Da trifft es sich ganz gut, dass der aktuelle Übungsleiter der weißen Unsympathen, Manuel Pellegrini, auf Grund der nicht gewonnenen Titel eine eher schwindende Lobby in der schpanischen Hauptstadt hat. Und Real-Präsident Florentino "was kostet die Welt" Perez soll angeblich schon Frank Lampard als kleinen, möglichen Willkommensgruß für den Portugiesen verpackt haben (neben weiteren geplanten Neuzugängen wie de Rossi und Pato). 
Pikant wäre die Verpflichtung u.a. auch wegen Mourinhos früherer Tätigkeit für den FC Barcelona, wo er sich erst als Dolmetscher, später als Co-Trainer Meriten und Sympathien bei den Spielern erwarb. Doch in den letzten Jahren war ja gerade Barca so etwas wie eine Obsession Mourinhos bei seinen Champions League-Duellen (mit Chelsea und Inter). Und scheinbar kann ihn nun niemand mehr, Pep Guardiola vielleicht ausgenommen, in Barcelona leiden. Also wäre der Gang zu Real nur eine logische Konsequenz (auf dass Hass und Antipathien ewig fruchtbar bleiben). 
Im Gegenzug sollte vielleicht der noch Real-Spieler Gutí, der angeblich die Schnauze von Madrid voll hat, als Fashion-Beauftragter o.ä. zu Barca gehen. 1:1, könnte man dann sagen. 

Was noch gegen einen Mourinho-Wechsel zu Real spricht: Solche feinen italienischen Interviews (direkt nach dem Meisterschaftsgewinn in Siena) bekäme man sicher nicht mehr zu sehen/hören. 

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