Montag, 14. Juni 2010

Wichtiges im Fußball geschieht auch trotz der WM


Am späten Sonntagabend stand nämlich fest: Sandro Rosell wird ab 1. Juli 2010 neuer Präsident des FC Barcelona sein, und damit Nachfolger von Joan Laporta, der nicht mehr kandidieren durfte. Bei den Präsidentschaftswahlen erhielt Rosell 61,35% der Stimmen (die Wahlbeteiligung lag bei 48,11%). Das bedeutet: 1. Der klarste Sieg in der Geschichte des Clubs. 2. Die Bewohner des Staates FC Barcelona (bzw. die Mitglieder) dürfen ihren Präsidenten direkt wählen (soll ja Länder und Vereine geben, bei denen das nicht der Fall ist).
 
Ob Rosell, der in der ersten Amtszeit Laportas dessen Vize war (beide zerstritten sich), nun ein toller Typ ist, wird sich zeigen. Seine Frau scheint recht nett zu sein und außerdem ist er gegen den von Sir Norman Foster entworfenen Um- und Ausbau des Camp Nou. Andererseits will er scheinbar unbedingt den Einfluss Johann Cruyffs auf den Fußballbereich im Club brechen (und keiner weiß genau warum, da nämlich der niederländische Wahl-Katalane bei seinen Einflüsterungen und Tipps für die sportliche Leitung selten danebenlag). 
Auf jeden Fall wirkt er gegen Laporta, der durchaus einen messianischen Elan hatte und als der JFK des europäischen Clubfußballs galt, in etwa wie Lyndon B. Johnson oder Richard Nixon. 
Möge er jedoch ein Ronald Reagan werden und das Reich des Bösen (ein gewisser, weiß gekleideter Club aus der spanischen Hauptstadt) niederringen. 

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